In der Heraldik werden Wappenkunde, Wappenkunst und Wappenrecht zusammengefasst. Allgemein kann man sagen, dass man durch sie erfährt, wie ein Wappen zu gestalten, zu lesen und zu führen ist. In der Heraldik reicht die Wappenkunst ins 12. Jahrhundert zurück. Im 12. Jahrhundert kamen während der Kreuzzüge die ersten Wappen auf. Die Wappenkunde jedoch befasst sich mit dem Aufbau der Wappen, ihrer Bedeutung und der Bedeutung der einzelnen Symbole. Derjenige, der die Wappen lesen musste und den Träger identifizieren, hieß zu jener Zeit Wappenherold. Heute gibt es heraldische Vereine.
Die Grundlagen, auf die sich heutige heraldische Vereine beziehen, sind Aufzeichnungen, die von Wappenherolden hinterlassen haben. Außerdem stützt sich das Wissen auf Originalwappenschilder und Siegel. In Bezug auf die Geschichtswissenschaften wird die Heraldik als Hilfswissenschaft bezeichnet. Als wesentliche Stützen und Pfeiler können literarische, bildliche und urkundliche Quellen verstanden werden. Die kirchliche Heraldik ist besonders interessant, weil man zwischen geistlichen Wappen und einer kirchlichen Position unterscheiden muss. Die Wappen waren sich in den großen Dingen sehr ähnlich, unterschieden sich jedoch in den wesentlichen Details.
Durch die Aufnahme in die Wappenrolle war es für andere nicht möglich, dasselbe Symbol zu verwenden. Man kann sagen, dass dies die Vorstufe zum Markenschutz war. Auch heute sieht das Recht vor, dass jeder Bürger oder jede juristische Person ein Wappen führen darf. Der Diebstahl des Wappens wird durch das Namensrecht im BGB, im Bürgerlichen Gesetzbuch geschützt. In Österreich dürfen dagegen nur Bund, Länder und Gemeinden Wappen tragen. Wappen können somit auch als Marken geschützt werden. Natürlich dürfen auch in Österreich private Personen ein Wappen tragen. Dieses ist jedoch rechtlich nicht geschützt.
Die Wappen haben ihren Ursprung im 11. bis etwa 13. Jahrhundert. Zu dieser Zeit waren sie noch sehr einfach gestaltet. Bis hin zum 16. Jahrhundert entwickelten sie sich jedoch immer weiter und wurden zu wahren Meisterwerken. Ein Wappen besteht also aus mehreren Komponenten und kann für mehr als nur für eine Familie stehen.